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Ayurveda im Herbst – mit den richtigen Lebensmitteln und Routinen dein Vata beruhigen



Wenn die Tage kürzer werden, der Wind kühler bläst und die Luft trockener wird, verändert sich auch unsere innere Balance. Im Ayurveda entspricht der Herbst der Vata-Zeit – einer Phase, in der Bewegung, Kälte und Trockenheit zunehmen. Um Körper und Geist im Gleichgewicht zu halten, brauchen wir jetzt Wärme, Ruhe und nährende Speisen.

Hier erfährst du, wie du mit ayurvedischer Ernährung, Kräutern und Routinen dein Vata beruhigen und so Energie, Verdauung und Wohlbefinden im Herbst stärken kannst.


Vata – das Herbst-Dosha

Im Ayurveda wird das Jahr in die drei Dosha-Phasen unterteilt: Vata (Herbst/Winter), Pitta (Sommer) und Kapha (Frühling).Das Vata-Dosha steht für Bewegung, Leichtigkeit, Trockenheit und Kälte. Es regiert Nervensystem, Atmung und Kreativität gerät aber leicht aus der Balance.

Typische Vata-Zeichen im Herbst:

  • trockene Haut, kalte Hände und Füße

  • unruhiger Schlaf, Nervosität

  • Blähungen, Verstopfung, unregelmäßiger Appetit

  • Konzentrationsprobleme oder innere Unruhe


Ernährung im Herbst: Warm, ölig, erdend

In der Vata-Zeit sind warme, gekochte, leicht verdauliche und gut gewürzte Speisen ideal.Sie bringen Stabilität, nähren das Gewebe und stärken das Agni (Verdauungsfeuer).

Empfohlene Herbst-Lebensmittel:

  • Getreide: Reis, Hafer, Hirse

  • Gemüse: Kürbis, Karotten, Rote Bete, Süßkartoffeln

  • Fette: Ghee, Sesamöl, Avocado

  • Gewürze: Ingwer, Zimt, Kreuzkümmel, Kurkuma, Fenchel

  • Obst: Äpfel (gekocht), Birnen, Datteln, Feigen

Vermeide: Rohkost, kalte Getränke, zu viel Kaffee oder trockene Snacks, sie erhöhen Vata.



Routinen zur Vata-Balance

  1. Starte den Tag ruhig: Vermeide hektisches Aufstehen. Beginne mit warmem Wasser und sanften Dehnübungen.

  2. Selbstmassage (Abhyanga): Tägliches Einölen mit warmem Sesamöl beruhigt Vata und pflegt die Haut.

  3. Regelmäßiger Tagesrhythmus: Vata liebt Struktur – feste Essens- und Schlafenszeiten geben Sicherheit.

  4. Wärme & Gemütlichkeit: Kuschelige Kleidung, Kräutertee und Entspannung helfen, das Nervensystem zu stabilisieren.


Kräuter & Getränke im Herbst

  • Ashwagandha: stärkt die Nerven und beruhigt den Geist.

  • Triphala: unterstützt die Verdauung und hilft, Ama (Stoffwechselrückstände) zu reduzieren.

  • Ingwertee mit Zimt und Fenchel: regt das Agni an und wärmt von innen.


Ayurvedisches Rezept: Wärmendes Herbst-Kitchari

Zutaten (für 2 Portionen):

  • 100 g Mungdal (geschälte Mungbohnen)

  • 100 g Basmatireis

  • 1 EL Ghee

  • 1 TL Kreuzkümmelsamen

  • 1 TL Kurkumapulver

  • 1 TL geriebener frischer Ingwer

  • 1 kleine Karotte, ½ Süßkartoffel, etwas Kürbis

  • Salz nach Geschmack

  • ca. 600 ml heißes Wasser

Zubereitung:Mungdal und Reis gut waschen. In einem Topf Ghee erhitzen, Kreuzkümmel kurz anrösten, dann Ingwer und Kurkuma hinzufügen. Gemüse und Hülsenfrüchte dazugeben, mit Wasser aufgießen und etwa 30 Minuten köcheln, bis alles weich ist. Mit Salz abschmecken.

Dieses Kitchari stärkt die Verdauung, beruhigt Vata und schenkt wohlige Wärme – perfekt für den Herbstabend.


 Fazit

Wenn du im Herbst auf deinen Körper hörst und dich nach den ayurvedischen Prinzipien richtest, kannst du innere Ruhe und Stabilität bewahren. Wärmende Speisen, regelmäßige Routinen und sanfte Pflege sind die Schlüssel, um dein Vata-Dosha im Gleichgewicht zu halten. So gehst du gestärkt, geerdet und gelassen durch die kühle Jahreszeit.

 
 
 

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